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Was Angst mit uns macht

Was Angst mit uns macht


„DIE BILD“ spricht über eine „Woche“ der Angst für Deutschland. Aufgrund der Geschehnisse in den letzten Tagen und den Reaktionen der Menschen in München und Deutschland habe ich mich dazu entschlossen, einen Artikel zu schreiben, der euch dabei helfen soll, besser mit Angst in Ausnahmesituationen zurecht zu kommen. 

Angst ist natürlich


Angst ist erstmal eine natürliche Reaktion, die bei jedem von uns auftreten kann. Angst ist unser Freund. Angst bewahrt und vor Gefahren. So ist die Höhenangst unser Schutz, wenn wir auf einen Baum steigen. Steigen wir zu hoch, kann und ein Sturz stark verletzen oder töten. Die Angst vor wilden Tieren bewahrt uns davor, angegriffen zu werden. Über viele tausend Jahre hat uns die Angst beim Überleben unterstützt.

Was passiert bei Angst in unserem Körper


Unser Gehirn besteht aus verschiedenen Teilen. Haben wir Angst oder Panik, funktioniert nur noch ein kleiner Teil unseres Gehirns. Dieser Teil, das Kleinhirn, hat sich bei unseren Vorfahren bereits vor 500 Millionen Jahren entwickelt. Vom Kleinhirn werden alle Funktionen gesteuert, die unser Überleben sichern – Regulation des Herzschlags, Nahrungsaufnahme, Darmtätigkeit, Angriff- und Fluchtverhalten. Wenn wir große Angst verspüren, können wir nur noch zwischen Angriff und Flucht entscheiden. Das zeigte sich am 22. Juli auch in München. Durch eine kurze Nachricht auf ihrem Handy gerieten viele Menschen plötzlich in Panik und begannen zu flüchten. Die Menschen traten Türen oder Fenster von umliegenden Gebäuden ein, um sich in ihrer Todesangst darin zu verstecken. Das alles sogar an Orten, an denen nicht geschossen wurde und somit keine echte Gefahr bestand. 

Angst in der Neuzeit


In der Neuzeit tritt Angst bei uns oft in Situationen auf, die unser Überleben nicht real gefährden. Wir haben Angst davor, unseren Arbeitsplatz, unseren Besitz oder unseren Status in der Gesellschaft zu verlieren. In diesen Situationen reagieren wir wieder wie unsere Urvorfahren. Wir werden aggressiv oder flüchten. Wir flüchten uns in Süchte (Alkohol, Drogen, Computerspiele), wir werden aggressiv gegen uns selbst (Borderline-Syndrom) oder gegen andere (Gewaltverbrechen, Amokläufe, Attentate). Nur wenn wir verstehen, wie Angst funktioniert, können wir dagegen vorgehen.

Wie schützen wir uns vor Ängsten


Der beste Schutz gegen Ängste ist das Vertrauen in uns selbst. Wir müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren.

ICH BIN GUT SO WIE ICH BIN!

Wenn wir ein starkes Urvertrauen haben, ist es uns egal, was andere über und denken oder sagen, weil wir stark genug sind, die Realität zu sehen. Wir können uns auf unseren starken Körper und unseren starken Geist verlassen.

Dieses Urvertrauen können wir dadurch stärken, dass wir uns immer wieder neue Ziele setzen und diese erreichen. Wir müssen unsere Erfolge für uns sichtbar machen. Nur so können wir schwierige Zeiten annehmen und überstehen.

Ständiger Zweifel an uns selbst lässt uns immer schwächer werden und weckt gleichzeitig das Verlangen nach mehr Sicherheit. Wir erwarten von Politikern, dass sie unser Land sicherer machen, für sichere Arbeitsplätze und für unsere Altersversorgung sorgen. Wir geben immer mehr Verantwortung an andere Menschen ab.

Wir müssen lernen, dass wir selbst die Verantwortung für unser Leben tragen. Wir müssen uns davon überzeugen, dass es fast keine Situationen gibt, die wir nicht bewältigen können.

Angsttraining


Mach dir klar, wo deine Ängste liegen, gehe in die Angst und bewältige sie. 

Wenn du Höhenangst hast, gehe in den Klettergarten und trainiere, mit dieser Angst umzugehen. 
Wenn du Angst vor Prüfungen hast, bereite dich darauf vor und gehe bewusster in Prüfungen. Schreibe auf, was du alles getan hast, um auf die Prüfung vorbereitet zu sein. Überzeuge dich selbst davon, dass du alles getan hast, um die Prüfung zu bestehen.

DU BIST GUT UND DU BIST STÄRKER ALS DEINE ANGST!

Wie sollte ich in einem Amok- oder Terrorfall reagieren


Atme tief durch und versuche, das Gelernte anzuwenden. Lasse deine Angst zu und begrüße sie. Deine Angst kann dir dabei helfen, fokussierter zu agieren. Verhalte dich so ruhig wie möglich und beruhige die Menschen in deinem Umfeld. Wenn wir uns gegenseitig helfen, können wir Synergieen nutzen und die schlimme Situation gemeinsam überstehen. Wenn es darum geht, dass Menschen in deiner Gegenwart Hilfe benötigen, kannst du auch andere dazu bestimmen, dich zu unterstützen, einen Notruf abzusetzen und Erste Hilfe zu leisten.

Hilf den Schwächeren und gib Ihnen Sicherheit.
Die Münchner Bürger haben eindrucksvoll gezeigt, wie sie fremde Menschen in ihren Wohnungen Unterschlupf gewährten. Diese Bürger haben meinen höchsten Respekt.

Wie können wir präventiv gegen Terror vorgehen?


Wir müssen nicht nur uns, sondern auch den anderen Menschen zeigen, dass sie gut sind. Wir müssen gezielt Opfern von Mobbing und Ausgrenzung zeigen, dass wir für sie da sind. Nur so kann eine gute Integration in Europa und der Welt funktionieren. 

Integration beginnt nicht erst bei Menschen aus anderen Ländern, sondern schon in unseren Familien, unseren Freundeskreisen, in der Schule und in der Arbeit. 

Gehe selbst mit gutem Beispiel voran und unterstütze die Schwächeren dabei, stärker zu werden.

WIR MÜSSEN MEHR AUF UNS UND ANDERE ACHT GEBEN. WIR DÜRFEN DEN TERROR NICHT ÜBER UNS UND UNSER LEBEN BESTIMMEN LASSEN!

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Was machst du, um mit deinen Ängsten umzugehen?

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Comments 4

  1. Sahra Warrelmann

    Sehr schöner Beitrag. Sehr gut erkärt. Ja die Kraft liegt in uns selbst und wie wir mit unseren Emotionen umgehen. Sie kennen und verstehen lernen ist hierbei das A&O. Nur wer versteht und weiß wie man bei welchen Emotionen tickt, kann glücklich werden. Angst ist wie jedes andere Gefühl wichtig und ein guter Schutz. Doch nicht unbedingt in jeder Situation angebracht. Mit unseren Gedanken neigen wir unsere Angst bis hin zur Panik zu verstärken. Ich denke, dass liegt daran, weil wir einfach vergessen haben, einen richtigen Umgang mit uns zu pflegen. Vom Menschen zum Materialist und somit der Verlust der Menschlichkeit.

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